Richterstatuten Stichting Internationaler unabhängiger Katzen Richter

 

Examenskommission:

Vorsitzender:                             Internationaler Richter                 Herr P. Peters
Geschäftsstelle:                       Internationaler Richter                 Herr J. Peters
Kasenwart:                                  Internationaler Richter                 Frau C. Kleinendorst

 

Bei besonderen Umständen ist die Examenskommission berechtigt, einen abweichenden Beschluss dieses Reglements zu erteilen.

Ein Internationaler Richter ist ein Richter, der in minimal 4 verschiedenen Ländern gerichtet hat, falls nicht, ist er kein Internationaler Richter, sondern nur Richter.

Examensregeln:

Examen werden von mindestens 2 anerkannten Richtern abgenommen.

Richter, die Examen abnehmen, müssen minimal 2 Jahre selbst befugt sein diese Rasse zu richten. Diese anerkannten Richter müssen die Rasse, worin Examen abgenommen wird, mindestens  viermal auf einer Internationalen Katzenausstellung gerichtet haben.

Examen können bei  Vereinen, die durch die Examenskommission anerkannt sind, auf einer Internationalen Katzenausstellung abgenommen werden.

Regeln zum Richterschüler: (Richterschülerexamen)

Der Kandidat muss für das Richterschülerexamen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Der Kandidat muss mindestens 18 Jahre alt sein.
  2. Der Kandidat muss mindestens 3 Jahre Rassekatzen züchten.
  3. Der Kandidat muss 10 Steward-Zeugnisse /Richterhelfer vorlegen können, in einer Periode von mindestens einem Jahr bei fünf verschiedenen Richtern.

Dieses Examen besteht aus 30 Fragen betreffend der allgemeinen Kenntnisse von Katzen.

Die Fragen müssen schriftlich unter Aufsicht von 2 anerkannten Richtern beantwortet werden, ohne Gebrauch von Nachschlagwerken.

Die Zeit für dieses Examen beträgt maximal 90 Minuten. Der Kandidat ist durchgefallen, wenn er weniger als 70% beantwortet hat. Bei weniger als 80% , aber mehr als 70% aller richtigen Antworten kann mündlich geprüft werden.

Bei bestandener Prüfung wird ein Zeugnis ausgegeben.

Theorie-Examen einer Rassegruppe:

Der Kandidat muss mindestens 21 Jahre alt sein.

Es müssen 10 Richterschülerzeugnisse beim ersten theoretischen Examen  unter fünf verschiedenen Richtern auf einer Internationalen Katzenausstellung  vorgelegt werden.

Auf dem Richterschülerzeugnis muss , wenn möglich, die Rasse und Anzahl der gerichteten Katzen gemeldet werden.

Für das Examen von großen Rassegruppen müssen mindestens 60 – 80 Katzen beurteilt werden.

Bei kleinen Rassegruppen wird die Anzahl  der Katzen von der Examenskommission bestimmt.

Der Kandidat muss vor jedem theoretischen Examen fünf Richterschüler-Zeugnisse vorlegen, betreffend der Rassengruppe wofür Examen abgelegt werden soll. (minimal 3 verschieden Richter)

Anfragen für Examen müssen mindestens 6 Wochen vorher schriftlich bei der Examenskommission und dem betreffenden Verein, wo man Examen ablegen will,  beantragt werden.

Alle benötigten Unterlagen müssen der Examenskommission zugesandt werden, ebenfalls der Verein, wo das Examen abgenommen werden soll.

Das theoretische Examen  besteht aus 20- 25 Fragen über den phenotyp und den Rassestandard der Rasse, worin man Examen ablegt.  Die Zeit des theoretischen Examen ist maximal 80 Minuten.

Der Kandidat ist durchgefallen, wenn er weniger als 70% beantwortet hat. Bei weniger als 80%, aber mehr als 70% aller richtigen Antworten kann mündlich geprüft werden.  Bei bestandener Prüfung wird ein Zeugnis ausgegeben.

Praktisches Examen einer Rassegruppe:

Der Kandidat muss vor dem praktischen Examen einer Rassegruppe das theoretische Examen der betreffenden Rassegruppe bestanden haben.

Ein praktisches Examen muss immer auf einer Internationalen Rassekatzenausstellung im Richterraum gemacht werden.

Es wird darauf geachtet wie ein Kandidat richtet, ob Er/Sie die Katzen laut Standard gut beurteilt.

Das praktische Examen:

  1. Die Katzen beurteilen an Hand des anerkannten Standards ohne Literatur zu benutzen.
  2. Die Katzen platzieren.
  3. Die Platzierungen argumentieren.
  4. Einen Richterbericht schreiben in korrekter Heimatsprache.

Der Kandidat muss auf die unter genannte Art sein praktisches Examen ablegen:

Parallel  richten mit den zwei Richtern die das Examen abnehmen.

Der Kandidat schreibt von allen Katzen, worin Examen abgelegt wird, einen Richterbericht.

Die Katzen müssen auf Farben bestimmt werden, also Richterberichte ohne Farben.

Der Kandidat muss die von ihm gerichteten Katzen vorschlagen für die BIV , BIS und BOB.

Die Richterberichte werden mit den Richterberichten der Richter, die die betreffenden Katzen gerichtet haben, verglichen.

Es folgt eine Besprechung mit den zwei abnehmenden Richtern des Examens, eventuell in Anwesenheit der gerichteten Katzen.

Der Kandidat darf eine abweichende Meinung über die Reihenfolge der Plazierungen haben, wenn diese Meinung mit stichhaltigen Argumenten untermauert wird.

Im praktischen Examen werden mindestens 20 und höchstens 25 Katzen gerichtet.

Bei diversen Rassen, die nicht in gewünschter Anzahl vorhanden sind, Entscheidet die Examenskommission.

Fällt der Kandidat bei dem parktischen Examen durch, muss er mindestens zwei neue Richterschüler in der betreffenden Rasse vorlegen, datiert nach dem durgefallen Examen.

Wiederholtes Examen kann erst zwei Monate nach dem durgefallenen Examen nachgeholt werden.

Nach dreimaligem Durchfallen des praktischen Examen einer Rasse, muss erneut ein theoretischen Examen abgelegt werden.

Der Examenskandidat darf nach bestandenem Examen für die nächste Rassegruppe ein Folge-Examen  erst mit einer Pause von mindestens drei Monaten ablegen.

Ein Examen kann auch im Ausland abgelegt werden, aber auch dort muss die minimale Anzahl der Katzen vorhanden sein.

In Deutschland bei einer Vereinigung die angeschlossen ist: CatCollect, WACC.

In Belgien: BCF.

In Frankreich: bei einem Verein, angeschlossen bei der LOOF.

Bei anderen Vereinen die ausdrücklich durch die Examenskommission anerkannt sind.

Die Examen für Rassegruppen:

Perser Langhaar / Exotic Shorthair

Maine Coon

Norweger

Sibirische Katze / Neva Masquerade

Ragdoll / Heilige Birma

Türkisch Angora / Türkisch Van

Britisch Shorthair / Britisch Longhair / Karthäuser

Abessinier / Somali

OKH / Mandarin / Siam /Seychellois /KH+ HLH / Balinesen / Thai

Russisch Blue / Nebelung /  Korat

Burmese / Tonkanese / Singapura / Asian  (Bombay, Burmella, Tiffany) Tibet

Scottisch Fold / Highland / Japanese Bobtail KH + HLH / American Curl KH + HLH

Bengalen KH + HLH / Ocicat / Egyptische Mau

Devon Rex / Cornish Rex / Selkirk Rex / Sphynx / Don Sphynx / Peterbald

Ehrenkodex:

Richter richten immer nach dem gültigen Rassestandard, persönlicher Geschmack ist nicht erwünscht.

Richter stellen keine Katzen auf Ausstellungen aus, wo sie selbst richten oder koordinieren.

Ebenfalls dürfen keine Katzen ausgestellt werden, wo der Partner Lebensgefährte oder Richter ist .

Sollte ein Richter Katzen richten, die aus der eigenen Zucht stammen, lässt er sich das nicht anmerken.

Richter haben immer ihre eigene Meinung und lassen sich niemals durch Aussteller, oder  Ausstellungleitung beeinflussen. Richter akzeptieren und respektieren dir Beschlüsse der Richterkollegen.

Äußerungen gegenüber dritten sollen unterlassen werden, wenn die Katze nicht durch Ihn/Sie gerichtet wurde.

Richter und Richterschüler sollten sich bewusst sein,  dass sie einen Beitrag an einem positiven Fortbestand der Katzenausstellungen beitragen.

Sie sollten alles dazu beitragen das die Richtergilde ihren guten Namen beibehält.

Richter und Richterschüler sollen sich nicht in den Reihen der Aussteller begeben, sofern die BIS nicht abgeschlossen ist.

Ein Vorstandsmitglied eines Vereines kann kein Examen auf seiner eigenen Ausstellung ablegen.

Richter dürfen kein Examen abnehmen von Familienmitglieder und Lebenspartner.

Neue Kandidaten die auf dem Weg zum Richter anfangen, werden angewiesen eine Erklärung zu unterschreiben, worin angegeben wird, dass Er/Sie sich an das Reglement und den Ehrenkodex halten.

Sollte bei einer BIS eine Rasse stehen worin ein Richter kein Examen hat, darf er nicht mit abstimmen.

Unterschrift  Richter:

Examensvorschläge für den ausrichtenden  Verein:

Ein Internationaler Richter ist ein Richter, der in minimal vier Ländern gerichtet hat.

Hat er das nicht, ist er ein nationaler Richter.

Ein Katzenverein sollte einen Richter fragen, ob er einen Richterschüler annimmt (und welche Rasse).

Zum theoretischen Examen müssen zwei anerkannte Richter, die das Examen abnehmen, im Richterraum sein.

Diese Richter können so kontrollieren, dass kein Nachschlagwerk benutzt wird.

Ebenso sieht man das kein Kontakt mit Dritten, Besitzern oder Ausstellern der zu richtenden Katzen stattfindet.

Theoretischen Examen:

Der Verein sorgt für die Fragen und zwei anerkannten Richtern, die das Examen kontrollieren.

Ein gutes Zeitschema für das Examen ist Anfang 08.30 Uhr,  da dann 1 ½ Stunden Zeit bis 10.00 Uhr.

Sofort danach das Examen kontrollieren.

Hat der betreffende Kandidat bestanden erteilt der Verein, wo das theoretische Examen  stattfindet,  eine Urkunde mit Logo des Vereins, Ort und Datum der Katzenausstellung den Namen des Examenskandidat und die Rasse, worin theoretisches Examen abgelegt wurde.

Die Urkunde wird unterzeichnet durch Vorsitzenden des betreffenden Vereins und den zwei Examensrichtern.

Hat der Kandidat das Theorieexamen bestanden, kann im Anschluss das praktische Examen folgen.

Praktisches Examen:

Bereitstellung von 20 bis 25 Richterberichten (Katzen) ohne Farben der Katzen alle andere Daten stehen lassen sowie Rasse, Klasse und Geschlecht.

Bereitstellung eines guten Steward der die Katzen selbst beim Besitzer abholt. (Notfalls kann der Besitzer die Katze selbst zutragen).

Es darf keine andere Person am Tisch des Examenskandidat anwesend sein, außer  dem Steward, sodass der Examenskandidat  ruhig arbeiten kann.

Durchschläge der Richterberichte  müssen aufgehoben werde, um das Examen zu kontrollieren.

Die Richterberichte der Katzen , worin Examen gemacht wurde, sollten von den abnehmenden Richtern zurück gehalten werden (evtl. im Sekretariat).

Hat der betreffende Kandidat bestanden erteilt der Verein, wo das praktische Examen stattfindet, eine Urkunde mit Logo des Vereins, Ort und Datum der Katzenausstellung den Namen des Examenskandidat und die Rasse, worin das praktische Examen abgelegt wurde.

Die Urkunde wird unterzeichnet durch Vorsitzenden des betreffenden Vereins und den zwei Examensrichtern.

Bemerkungen

Die Examen abnehmenden Richter müssen ein Teil der Katzen worin Examen abgelegt wird, selbst richten. Es können auch Katzen genommen werde, die durch andere Richter gerichtet wurden, wobei der betreffende Richter vorab gefragt werden muss, ob seine Richterberichte für das Examen benutzt werden können.

Ein Vorstandmitglied eines Vereins darf nicht auf einer eigenen Katzenausstellung Examen ablegen.